Also grundsätzlich sollte man beachten, dass eine Hoschulausbildung immer nur ein notwendiges Kriterium sein kann (manchmal aber nicht sein muss), es aber auf keinen Fall hinreichend ist. Was Mitarbeiter leisten, was man ihnen zutrauen kann, zeigt sich im Job recht schnell. Daher ist es ziemlich irrelevant, ob der Abschluss von der Uni oder der FH ist. Mitunter ist auch gar keiner notwendig. Ich kann hier nur aus meiner Erfahrung sprechen, wir haben hier von allem etwas. Berufsausbildung, BA, FH, Uni. Alle sind aber sehr gut in ihrem Job (wir arbeiten alle als Conroller in einem großen Unternehmen). Das Problem ist der Einstieg. Wenn sich hier jemand ganz ohne Hochschulabschluss bewirbt, kriegt er seine Bewerbung zurück. Insofern ist das Diplomzeugnis eine Eintrittskarte, nach der im Nachhinein niemand mehr fragt. Auch ich habe es mit FH-Diplom geschafft, Uni ist also nicht wirklich notwendig. Eins sollte man aber berücksichtigen. Unsere Arbeitswelt wird immer komplexer, die Halbwertszeit des Wissens nimmt weiter ab. Deshalb muss man ständig lernen und der beste Weg, jemandem der einen selber nicht kennt klar zu machen, dass man "am Ball" geblieben ist, ist ein Hochschulabschluss. Egal in welchem Alter erworben. Von daher kann ein Studium an der FernUni also fast nie zu spät begonnen werden, auch nicht, wenn man über 40 ist.
Das ist meine bescheidene Meinung.
Ach ja und zu dem Punkt: "Es gibt doch so viele BWLer", da kann ich ja mal gar nicht drauf. BWLer kümmern sich um Marketing, Finanzen, Vertrieb, IT, Logistik, Personal, und und und. DEN BWLer gibt es nicht. Und solche Aussagen kommen meiner Erfahrung nach meistens von Leuten, die überhaupt keine Vorstellung von Wirtschaftswissenschaften haben, und was die Inhalte sind. Deshalb höre ich da gar nicht drauf, und suche mir meinen Weg selbst. Das sollten alle "BWLer" tun, denn gebraucht werden sie nunmal.
Lieben Gruß!