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Was ist nach dem Studium?

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ich bin ganz frustriert. Wenn ich jemandem erzähle, dass ich BWL studiere, dann höre ich oft: "Es gibt so viele BWLer. Bist du sicher, dass du eine Arbeit findest?" Das verunsichert mich. Ich hatte keine kaufmännische Ausbildung, als ich angefangen zu studieren. Folglich habe ich auch keine Berufserfahrung. Ich hoffe, mit 32-33 Jahren fertig mit dem Studium zu sein, versuche auch ein Praktikum zu machen, noch dazu Sprachkenntnisse ( Englisch, Russisch, Deutsch ), vielleicht auch gute Noten . Habe ich eine Zukunft mit dem Wirtschaftswissenschaft Diplom? :confused
 
Natam,

ich kann dir konkret zu den Zukunftschancen keine Statistik liefern. Nur so viel: Alle paar Jahre sieht der Markt doch wieder anders aus, Prognosen sind immer schwierig. Dass du dir Zusatzqualifikationen aneignest halte ich für optimal, eine breitgefächerte Allgemeinbildung und gerade Kenntnisse im sprachlichen Bereich sind absolut gefragt und unabdingbar. Ich empfinde diese Allgemeinplätze wie "Es gibt so viele..." oder "Das Fach ist aber doch so trocken" (Schwachsinn...) von Fachfremden als äußerst bedenklich.
Ich hoffe, du packst alles, was du dir vorgenommen hast, und lässt dich nicht durch andere von deinem Weg abbringen! Davon hat keiner was...

Gruß
Steffi
 
Natürlich gibt es viele BWLer, denn in jedem Unternehmen müssen kaufmännische Aufgaben wahrgenommen werden, wie die der Buchhaltung, der Personalabrechnung, des Einkaufs etc.
Ich persönlich glaube, dass aufgrund der kontinuierlich steigenden Professionalisierung sämtlicher Betriebsabläufe insbesondere derer die oraganisatorischen Ursprungs sind und vor dem Hintergrund des internationalen Wettbewerbs weitere Einsatzgebiete für BWLer auch in Mittelständischen Unternehmen bedingen können.
Übrigens gibt es von der Presse "die Zeit" einen Studienführer, welcher den Anteil der nach dem Studium regulär erwerbstätigen Betriebswirte mit 88,3% einstuft und das für 2001.

Viele Grüße Nils
 
Man braucht ja nur mal schauen, für was mittlerweile ein Diplom verlangt wird. Im Vertrieb eigentlich jeder Außendienstler ... früher wudrden die immer als Klinkenputzer verunglimpft (oft auch im eigenen Unternehmen) heute verlangt man nen akademischen Abschluß.

Also ich mache mir keine Sorgen dass man keine BWLer mehr braucht. Bis dahin habe ich mit meinem Einzelhandelsabschluss erst recht keine Chancen mehr.
 
Das "Problem" beim Fach BWL ist, dass es sehr viele verschiedene Abschlüsse mit unterschiedlichen Ausrichtungen gibt. Da wären z.B.: Universität, Fachhochschule, Berufsakademie, IHK (Zertifikatskurse) und unzählige private Bildungsanbieter mit Zertifikatsabschlüssen. Ich will hier keine Wertung über einzelne Abschlüsse abgeben. Letztlich haben sich die Gestalter der einzelnen Studien- bzw. Ausbildungsgänge aber etwas bei ihrer Arbeit gedacht. So kann man z.B. den Universitäts-Abschluss durch das Theorie-Kriterium von den anderen Abschlüssen abgrenzen.
In der Arbeitswelt gibt es ebenfalls Segmentierungen. BWLer werden in den unterschiedlichsten Bereichen eingesetzt. In vielen Fällen korrespondiert der Arbeitsplatz mit der "vorgesehenen" Tätigkeit des Abschlusses. Ich behaupte, dass in der "Klasse" (bitte wertungsfrei sehen, die anderen Bereiche sind für ein Unternehmen genauso wichtig) der hochqualifizierten BWLer (Promotion oder mind. Diplom II, Sprachkenntnisse, Berufserfahrung, zweiter Studienabschluss usw.), die zum Beispiel im Consulting gebraucht werden, zur Zeit und auch in Zukunft das Stellenangebot größer ist als die Nachfrage.
 
Also grundsätzlich sollte man beachten, dass eine Hoschulausbildung immer nur ein notwendiges Kriterium sein kann (manchmal aber nicht sein muss), es aber auf keinen Fall hinreichend ist. Was Mitarbeiter leisten, was man ihnen zutrauen kann, zeigt sich im Job recht schnell. Daher ist es ziemlich irrelevant, ob der Abschluss von der Uni oder der FH ist. Mitunter ist auch gar keiner notwendig. Ich kann hier nur aus meiner Erfahrung sprechen, wir haben hier von allem etwas. Berufsausbildung, BA, FH, Uni. Alle sind aber sehr gut in ihrem Job (wir arbeiten alle als Conroller in einem großen Unternehmen). Das Problem ist der Einstieg. Wenn sich hier jemand ganz ohne Hochschulabschluss bewirbt, kriegt er seine Bewerbung zurück. Insofern ist das Diplomzeugnis eine Eintrittskarte, nach der im Nachhinein niemand mehr fragt. Auch ich habe es mit FH-Diplom geschafft, Uni ist also nicht wirklich notwendig. Eins sollte man aber berücksichtigen. Unsere Arbeitswelt wird immer komplexer, die Halbwertszeit des Wissens nimmt weiter ab. Deshalb muss man ständig lernen und der beste Weg, jemandem der einen selber nicht kennt klar zu machen, dass man "am Ball" geblieben ist, ist ein Hochschulabschluss. Egal in welchem Alter erworben. Von daher kann ein Studium an der FernUni also fast nie zu spät begonnen werden, auch nicht, wenn man über 40 ist.

Das ist meine bescheidene Meinung.

Ach ja und zu dem Punkt: "Es gibt doch so viele BWLer", da kann ich ja mal gar nicht drauf. BWLer kümmern sich um Marketing, Finanzen, Vertrieb, IT, Logistik, Personal, und und und. DEN BWLer gibt es nicht. Und solche Aussagen kommen meiner Erfahrung nach meistens von Leuten, die überhaupt keine Vorstellung von Wirtschaftswissenschaften haben, und was die Inhalte sind. Deshalb höre ich da gar nicht drauf, und suche mir meinen Weg selbst. Das sollten alle "BWLer" tun, denn gebraucht werden sie nunmal.

Lieben Gruß!
 
So ich brauche noch einen Beitrag um mir endlich mal die begehrten Karteikarten downloaden zu dürfen. Daher werde ich nochmal kurz meinen Senf dazu abgeben. Die Definition als Eintrittskarte finde ich sehr zutreffend. Eine Eintrittskarte, welche dir gegenüber den anderen Qualifikationen zahlreiche Optionen offen hält. Wie bspw. postgraduale Spezialisierungen, Promotion, der höhere Beamtendienst oder auch das Lehramt. Also diese Möglichkeiten hast du auf direktem Weg nur mit einem Hochschulstudium.

Viele Grüße Nils
 
Natam,
ich wuerde mir auch nicht so viele Gedanken über "Es gibt doch so viele BWLer" machen. Als ich 1984 anfing zu studieren wollte ich Lehramt Mathe und Physik machen. Doch da gab es sehr viele arbeitslose Lehrer. Also habe ich etwas ganz anderes gemacht, Diplom-Statistik. Als ich mit dem Studium fertig war, hätte ich schon wieder eine Lehrerstelle mit dieser Kombination bekommen (okay, doch nun war ich Statistikerin). Später gab es dann wieder eine Lehrerschwemme, mit Mathe-Physik hätte ich danach wieder schnell eine Stelle bekommen. Von daher ändert sich das so schnell und mit einigen Zusatzqualifikationenhebt man sich eh von der Masse ab.
Gruss,
Ulrike
 
Eigentlich ist es eh eher sinnvoll absolut gegen den eigentlichen Strom zu schwimmen. Ich meine damit, dass vor Jahren unglublich viele Informatiker gebraucht wurden und als alle fertig wurden brauchte die niemand mehr !
Genauso ist es wohl in BWL. Wenn es heute heißt, es gibt zu viele studieren es entsprechend weniger Leute und die eigenen Chancen steigen nach dem Studium mit weniger Konkurrenz einen Job zu finden !
Gerade im Arbeitsmarkt ist es meiner Meinung nach die beste Taktik.
Vielleicht seht ihr es auch anders !
Gruß, der Newlixx
 
ich glaube mit Blick auf den heutigen Arbeitsmarkt wird es sich auszahlen ein Diplom, egal welcher Art zu erwerben. Es gibt jetzt schon einige Bereich in denen noch vor Jahren Mitarbeiter eingestellt wurden, die entweder nur Berufserfahrung hatten oder ein kaufmännische Ausbildung vorweisen konnten. Als Bespiel: Teamassistent. Heute brachst Du Dich ohne BWL-Diplom gar nicht mehr zu bewerben.

Und dieser Trend geht meiner Ansicht nach immer weiter. Man wird zwar nicht mehr so viel bezahlt bekommen, wie früher mit abgeschlossenem Diplom, aber zu sehen ist schon, dass immer mehr Firmen hochqualifizierte MA wünschen. Natürlich mit geringerer Entlohnung. Der Druck auf alle Arbeitssuchende nimmt ja ständig zu.

Also studieren, wenn möglich auf jeden Fall.

Grüße nunuss
 
Dr Franke Ghostwriter
Außerdem zeigt das Fernstudium (zumindest wenn es wirklich neben dem Job gemacht wird), dass ein Mitarbeitet engagiert ist und auch bereit ist sich weiterzubilden. Ist ja noch immer nicht ganz selbstverständlich in D.

Aber das mit der Forderung nach Abschlüssen stimmt. Ich werde es nie verstehen, wie man z.B. im Einzelhandel statt einem erfolgreichen und erfahrenen Filialverantwortlichen lieber einen Uniabsolventen als Bereichsleiter einstellt, der vom Geschäft nicht die leiseste Ahnung hat ... aber es machen immer mehr, also muss man sich wohl anpassen als Arbeitnehmer.
 
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